Kapitel 2

Aufbruch ins Sonnensystem

Acht Planeten, ein Stern und die unsichtbaren Kräfte, die unsere kosmische Nachbarschaft zusammenhalten.

Mit diesen Raumfahrtorganisationen reiste der jeweils erste Mensch einer Nation ins All

Das sowjetische Raumfahrtprogramm verhalf zahlreichen weiteren Nationen zu ihrem ersten Menschen im All, darunter der erste Deutsche, der erste Franzose und die erste Britin. Später beförderte auch die NASA ihre Freunde in den Orbit. Lediglich China gelang dieser Schritt ebenfalls mit einem eigenen Programm. Seit 2021 mischen auch private US-amerikanische Unternehmen mit.

Hier war der erste Mensch im All eine Frau

Valentina Tereschkowa war 1963, zwei Jahre nach Beginn der bemannten Raumfahrt, die erste Frau im All. Erst 19 Jahre später folgte ihr als zweite Frau Swetlana Jewgenjewna Sawizkaja und 1983 Sally Ride.

In den Anfängen der Raumfahrt wurden die Besatzungen aus der männerdominierten Luftwaffe rekrutiert. Heute sind viele von ihnen zivile Wissenschaftler:innen. Auf dem Mond war noch keine Frau. Nachdem zuvor zwölf Männern aus Deutschland mit staatlichen Raumfahrtprogrammen ins All flogen, reiste Rabea Rogge 2025 als Pilotin des privaten Raumflugs Fram2 für vier Tag ins Weltall.

Der erste Schritt auf dem Mars gebührt den Frauen!

„Die Hälfte aller Gehirne weltweit steckt in Frauen."

— Vera Rubin, Bright Galaxies, Dark Matters (1994)

Kühn dorthin zu reisen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist

Über 200 Missionen wurden zu anderen Himmelskörpern geschickt – viele mit Erfolg.

„Meine Batterie ist fast leer und es wird langsam dunkel."

— Mars-Rover Opportunity, Interpretation des letzten empfangenen Datenpakets (2018)

Die Hölle über der Erde

Es gibt keine Hinweise auf Leben außerhalb der Erde. Doch unter optimistischen Annahmen ist auf einzelnen Himmelskörpern mikrobielles, extremophiles Leben denkbar.

Hier werden Himmelskörper des Sonnensystems hinsichtlich ihrer potenziellen Lebensfreundlichkeit für einfaches, mikrobielles Leben bewertet.

Bewertete Faktoren
Flüssiges Wasser · Vorkommen von flüssigem Wasser als essentielles Lösungs- und Transportmittel
Chemische Verbindungen · Verfügbarkeit grundlegender chemischer Bausteine des Lebens (CHNOPS-Elemente)
Energiequellen · Vorhandensein nutzbarer Energiequellen (Sonnenlicht, geochemische oder hydrothermale Energie, Gezeitenkräfte etc.)
Temperatur · Temperaturverhältnisse in potentiellen Habitaten im Vergleich zu bekannten Lebensbereichen
Magnetfeld · Existenz eines schützenden Magnetfeldes gegen kosmische/solare Strahlung
Atmosphärische Bedingungen · Dichte und Zusammensetzung der Atmosphäre, Druck- und Strahlungsverhältnisse
Für Leben in Ozeanen sind ein Magnetfeld und eine Atmosphäre weniger relevant.
Bewertungsskala · 0 bis 3
0 · stark lebensfeindlich
1 · ungünstig
2 · plausibel für Leben
3 · begünstigt Leben
Neben gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen werden auch plausible Spekulationen berücksichtigt.

In diesem Augenblick ist eine Sonde der NASA auf dem Weg zum Jupitermond Europa, den sie 2030 erreichen wird. Sie soll aus einem Orbit um den Mond seine unterirdischen Ozeane auf die Möglichkeit von Leben untersuchen. Wenige Monate hinter ihr reist eine ESA-Sonde, die ebenfalls nach Möglichkeiten für Leben im Jupitersystem sucht. Sie wird einen Orbit um Ganymed einnehmen.

Start am 1. Januar 2027 — wann käme ich an?

Markierte Tage zeigen die Ankunft an einem Himmelskörper — jeweils mit der Reisezeit der schnellsten je zu diesem Ziel gestarteten Raumsonde. Die Folgejahre sind per Pfeilklick erreichbar.

Das Sonnensystem maßstabsgerecht

Eine vollständig maßstabsgetreue Darstellung: jeder Pixel entspricht 3.000 km — für die Größe der Himmelskörper und deren Abstände gleichermaßen. Von der Sonne bis Titan umfasst die Ansicht rund 1,4 Milliarden Kilometer. Ist dir dieser Weg zu weit, kannst du direkt → weiter zu Kapiel 3 springen.

Hier endet diese maßstabsgetreue Darstellung des Sonnensystems, denn die Abstände zwischen den Planeten werden jetzt groß. Der nächste Planet Uranus ist, doppelt so weit von der Sonne entfernt.

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